Eine psychotherapeutische Behandlung beruht auf gegenseitigem Vertauen und Respekt. PsychotherapeutInnen haben sich an bestimmte fachliche und ethische Regeln zu halten und unterliegen der Schweigepflicht. Sie holen sich Hilfe und Kontrolle für ihre Arbeit in der Supervision. Sie achten die Würde eines jeden Menschen, der sich ihnen anvertraut. Sie folgen dem Abstinenzgebot, d.h. sie lassen sich auf keine privaten Beziehungen zu ihren KlientInnen und PatientInnen ein, um den Fortgang der Therapie nicht zu behindern. Dies gilt insbesondere für sexuelle Kontakte.

Wenn Sie als PatientIn das Gefühl haben, Ihre TherapeutIn missachtet Ihre persönlichen Grenzen und Wertvorstellungen, oder wenn Sie unsicher sind über den Sinn ihrer Handlungen, sprechen Sie sie/ihn darauf an. Falls Sie nach einem solchen Gespräch immer noch verunsichert sind, sich unverstanden oder missachtet fühlen, holen Sie sich Rat und Hilfe! Die meisten Psychotherapiefachverbände haben inzwischen Ansprechpartner für solche Fragen. Sie können sich aber auch an (andere) psychosoziale Beratungsstellen, Patientenberatungsstellen oder Psychotherapeutenkammern wenden.