Psychotherapie bietet Hilfe bei Störungen des Denkens, Fühlens und Handelns. Häufige Anlässe für das Aufsuchen von Psychotherapie sind u.a. Depressionen, Ängste, Zwänge, aber auch körperliche Beschwerden, die durch psychische Probleme entstehen oder aufrechterhalten werden. In der Regel leiden Menschen, die therapeutische Hilfe benötigen  - und oft auch deren Angehörige oder Freunde - so stark unter den Störungen, dass sie eine Veränderung anstreben. Die Probleme können eine Reaktion auf konkrete Ereignisse darstellen - wie z.B. Verlust eines wichtigen Menschen, Verlust von Arbeit oder Heimat, körperliche Krankheit, erlittene Gewalt u.v.m. - oder sich auch ohne einen konkreten äußeren Zusammenhang entwickeln. Neben der Psychotherapie in der Praxis gibt es noch viele andere Hilfsmöglichkeiten bei seelischen Problemen wie z.B. die Inanspruchnahme von Beratungsstellen. Evtl. kann bereits ein vertrauensvolles Gespräch mit einem nahe stehenden Menschen ausreichen, das Durcharbeiten eines Ratgeberbuches, ein Entspannungs- oder Selbstsicherheitstraining an der Volkshochschule oder auch der Besuch einer Selbsthilfegruppe hilfreich sein. Es ist also nicht immer nötig, sich in eine Psychotherapie zu begeben, um seine Probleme zu verarbeiten, sie ist aber dann angezeigt, wenn einem die o.g. Möglichkeiten nicht weiterhelfen können. Ob sie für einen selbst sinnvoll ist, lässt sich auf jeden Fall mit Hilfe einer PsychotherapeutIn in einem Vorgespräch klären. Bei bestimmten psychischen Störungen könnte auch eine unterstützende medikamentöse Behandlung durch eine PsychiaterIn zweckmäßig sein.